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Wissen

Drittes PropTech Gipfeltreffen – Zusammenfassung

Am Dienstag habe ich erneut beim dritten PropTech Gipfeltreffen teilgenommen, was ja bekanntlich von Florentino Trezek (Geschäftsführer ogulo), Stefan Mantl (Geschäftsführer onOffice) und Jan Sprengnetter (Geschäftsführer Sprengnetter) gehostet wird. Nachfolgend möchte ich euch wieder eine kurze Zusammenfassung mitgeben.

Experten des dritten PropTech Gipfeltreffens

Sven R. Johns von Mosler + Partner Rechtsanwälte ist Experte für Immobilien- sowie Maklerrecht und konnte somit rechtliches Fachwissen in die Runde bringen. Zum zweiten Mal dabei war Roland Kampmeyer von dem Maklerunternehmen Kampmeyer. Das Unternehmen besteht mittlerweile aus 20 Mitarbeitern und ist in der Region Rheinland tätig.

Bernd Fleischer, Experte für Immobilienvermittlung im Bereich Wohnen, Neubau Investment und Gewerbe, war ebenfalls beim dritten PropTech Gipfeltreffen dabei. Er ist Gründer und Geschäftsführer vom Unternehmen Schürrer & Fleischer Immobilien, welches in Baden-Württemberg an 10 Standorten vertreten ist. Außerdem war auch noch Co-Founder und Geschäftsführer von Homeday – Steffen Wicker – bei dem Webinar als Experte vertreten. Ich selbst arbeite auch bei Homeday, einem Digitalmakler mit starkem Technologiefokus. Homeday war im vergangenen Jahr das am schnellsten wachsende Maklerunternehmen Deutschlands.

Expertenrunde drittes PropTech Gipfeltreffen
Expertenrunde drittes PropTech Gipfeltreffen

Auswirkungen von COVID-19 auf die Immobilienbranche

Erneut waren mehr als 1.000 Zuhörer beim Webinar eingewählt. Hier sind die wichtigsten besprochenen Punkte zusammengefasst:

  • Kleinere Läden werden in Österreich ab nächster Woche wieder öffnen
  • Langfristiger Umstieg auf virtuelle Besichtigungen bevor es zu live Besichtigungen kommt ist zu erwarten
  • Mietern kann bei Mietrückständen nicht gekündigt werden, jedoch muss Corona-Zusammenhang vom Mieter nachgewiesen werden
  • Mietrückstand, welcher in Corona-Zeit entsteht, kann auf einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren zurückgeführt werden
  • Dies gilt nicht bei Mietrückständen aus der Zeit vor oder nach Corona
  • Zahlungen aus Verbraucherimmobiliardarlehen müssen nicht gezahlt werden, wenn ein Corona-Zusammenhang besteht – Stundungsregelung, Kreditvertrag darf nicht gekündigt werden
  • Rechtlich: dringend erforderliche Termine im Rahmen beruflicher Tätigkeit sind weiterhin erlaubt (z.B. Handwerker)
  • Sich mit einem Mieter auseinander zu setzen, der die Besichtigung nicht durchführen möchte, macht aktuell keinen Sinn – wenig erfolgsvorsprechend, aber kostet Energie
  • Immobilienmakler haben Prozesse teilweise bereits umgestellt und digitale Tools eingeführt
  • Rückgang der Nachfrage nicht so stark erkennbar wie bisher in Medien publiziert wurde
  • Transaktionen im ländlichen Raum laufen entspannter ab, Thema Corona ist in Städten präsenter
  • Notare in den Städten sind jedoch etwas flexibler (Videokonferenz)
  • Ob aktuell ein guter Zeitpunkt für einen Verkauf ist, ist weiterhin von der persönlichen Situation des Eigentümers abhängig
  • Expertenmeinung nach wird der Wohnimmobilienmarkt nur sehr gering von der Corona-Krise betroffen sein, keine große Preisänderungen zu erwarten
  • Wenn Banken aktuell langsame Bearbeitungszeiten haben, dann sind es die falschen Banken – andere / neue Banken suchen, Immobilienfinanzierungen funktionieren grundsätzlich weiterhin
  • Digitaler Notartermin muss immer nachbeurkundet werden. Rechtlich aktuell nicht möglich Notartermin komplett digital abzuschließen
  • Wichtig: nicht in blinden Aktionismus verfallen, sondern auch überlegen, welche Aktionen für den langfristigen Erfolg richtig sind
  • Marketingbudget komplett zurückfahren ist nicht gut, da damit die Präsenz am Markt verloren geht und man im Nachgang vom „Rebound-Effect“ nicht profitieren kann

Umfragen während des Webinars

Während des Webinars wurden diesmal zwei Umfragen unter den Teilnehmern durchgeführt, um die Auswirkungen der Krise auf die Immobilienbranche zu erfragen. Hier die Ergebnisse der Umfragen, wobei die Rückmeldequote jeweils bei etwa 60% der Webinarteilnehmer lag.

  • Umfrage 1: Finden Sie die rechtliche Situation, was darf ich / was darf ich nicht, ausreichend von den Ländern dargestellt?
    • 49% Ja
    • 51% Nein
  • Umfrage 2: Haben Sie neue digitale Prozesse / Innovation eingeführt und schon erfolgreich umgesetzt?
    • Eingeführt, noch nicht umgesetzt – 12%
    • Eingeführt und erfolgreich umgesetzt – 39%
    • Noch in der Einführungsphase – 49%

Zur Anmeldung des nächsten PropTech Gipfeltreffens geht es hier. Wenn es euch interessiert, welche Auswirkungen die Corona-Krise bisher auf mein Immobilien-Portfolio hatte, könnt ihr dies hier nachlesen: Monatsabschluss März.

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